Vitamin D für mehr Gesundheit

Vitamin D: ein altes Vitamin im neuen Licht

Der Sonnengott Helios galt in der griechischen Mythologie als Spender von Licht, Leben und Energie. Nicht nur Pflanzen gewinnen Ihre Lebensenergie aus dem Sonnenlicht, sondern auch der Mensch. In unseren Breiten kann Vitamin D in den Sommermonaten Mai bis September mit Hilfe der Sonne gebildet werden.

Deutschland – Ein Vitamin-D-Mangelland

In Deutschland herrscht ein Vitamin-D-Mangel im epidemieartigen Ausmaß. Gesundheitspolitiker und Fachgesellschaften haben diese Mangelversorgung bisher nicht berücksichtigt. Nach aktuellen Daten des Robert Koch-Institutes in Berlin und den Erfahrungen, die ich persönlich täglich an den Laborwerten an meiner Arbeitsstelle sehe, sind bis zu 90% der Bundesbürger in allen Altersklassen nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt.

Wieso ist das so, können wir doch das Sonnenvitamin mit Hilfe von Sonnenlicht selber bilden? Die Erklärung ist ganz einfach und logisch zugleich:

1. Unsere geographische Lage: Deutschland ist leider kein Platz an der Sonne. Im Zeitraum Oktober bis April steht hier die Sonne nicht hoch genug am Himmel, um unsere Haut mit den notwendigen UV-B-Strahlen zu versorgen und Vitamin D ist zudem nur begrenzt speicherbar!

2. Sonnenschutz: Die Verwendung von Sunblockern und Lichtschutzfaktoren (LSF) in vielen Lotionen kann die köpereigene Vitamin-D-Synthese blockieren. Deshalb empfiehlt sich die Einnahme von Vitamin-D-Supplementen, um den Zwiespalt von sinnvollem Hautschutz und dem notwendigen Vitaminbedarf zu lösen.

3. Unser Lebensstil: Wir halten uns immer weniger an der frischen Luft und fast den ganzen Tag in geschlossenen Räumen auf. Daher sind viele auch in den Sommermonaten nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Wer täglich über 4 Stunden TV schaut, verdoppelt sein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel!

Quelle: FlickrCC - Autor: ayako Tokio/Japan

Vitamin D-Gehalt in Lebensmitteln

Es gibt keine Möglichkeit, den Vitamin-D-Bedarf ausreichend über die Nahrung abzudecken – oder hätten Sie Lust jeden Tag zum Frühstück einen sauren Hering mit Lebertran runter zu spülen? Milchprodukte, Eier oder Butter sind zur Abdeckung des täglichen Bedarfs nur bedingt geeignet!

Prävention statt Reparaturmedizin

Eine erdrückende Anzahl von wissenschaftlichen Studien belegt mittlerweile, dass Vitamin D in unserem Körper nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern für die reibungslose Funktion fast aller Zellen und Organe benötigt wird.

Vitamin D

  • senkt die allgemeine und kardiovaskuläre Sterblichkeit,
  • senkt den Blutdruck, verbessert die Herzmuskelfunktion und den Fettstoffwechsel,
  • stärkt das Immunsystem und verringert das Risiko für Atemwegsinfekt (z.B. grippaler Infekt),
  • verringert das Krebsrisiko (z.B. Brust-, Dickdarmkrebs),
  • senkt das Risiko für Typ-1-Diabetes und verbessert den Stoffwechsel bei Typ-2-Diabetes,
  • hält Entzündungsherde im Körper in Schach,
  • schützt die Nervenzellen (z.B. Multiple Sklerose, Demenz),
  • kräftigt die Knochen und Muskulatur.
Nach Berechnungen des renommierten Vitamin-D-Forschers Professor Dr. Armin Zittermann vom Herz- und Diabeteszentrum NRW könnten durch die Verbesserung des Vitamin-D-Status der deutschen Bevölkerung im günstigsten Fall Gesundheitskosten von bis zu 37,5 Milliarden Euro pro Jahr gespart werden. Zum Vergleich: Die Arzneimittelausgaben im Jahre 2009 beliefen sich allein auf 32,4 Milliarden Euro!

Vitamin D und Arzneimittel

Die Wirksamkeit zahlreicher Medikamente wird durch Vitamin D unterstützt. Zusätzlich verringert Vitamin D das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (z.B. Osteoporose durch Cortison)

Wenn Sie regelmäßig Arzneimittel einnehmen müssen wie:

  • Antazida und Säureblocker (z.B. Ranitidin, Omeprazol)
  • Antiepileptika (z.B. Carbamazepin, Valproinsäure)
  • Antiöstrogene (z.B. Tamoxifen)
  • Antiretrovirale Virustatika (z.B. Zidovudin, Saquinavir)
  • Aromatasehemmer (z.B. Anastrozol, Letrozol)
  • Bisphosphonate (z.B. Alendronat, Risedronat)
  • Cholesterinsenker (z.B. Atorvastatin, Simvastatin)
  • Cortisonpräparate (z.B. Dexamethason, Budesonid)
dann sollten Sie in jedem Fall Ihren Vitamin-D-Status kontrollieren lassen und entsprechend unter ärztlicher Kontrolle ausgleichen lassen.
Echte Gesundheitsschäden (z.B. Nierenverkalkung) durch eventuelle Überdosierung durch freiverkäufliche Vitamin-D-Supplemente sind extrem selten. Letztendlich geht es nicht um die Gefahr einer Überversorgung, sondern vielmehr um eine ausreichende Versorgung, die in allen Altersgruppen nicht gewährleistet ist.
Quelle: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart

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